Fiktionen der Forschung

Extra | THOMAS ASKAN VIERICH | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

FUTUROLOGIE. In fünfzig Jahren wird vieles möglich sein, von dem wir heute noch nicht einmal zu träumen wagen. Ein von John Brockman herausgegebener Sammelband mit Essays zwischen Science und Fiction liefert einen Vorgeschmack darauf. 

John Brockman mag keine "klassischen Intellektuellen". Die würden nur "nebensächliche Debatten" führen. Heute seien es die Naturwissenschaftler, die die wichtigen Fragen stellten, behauptet Brockman. Der US-Amerikaner spricht in eigener Sache: Er ist nicht nur der wichtigste Agent am internationalen Wissenschaftsbuchmarkt, er ist auch Vorsitzender eines von ihm Mitte der Neunzigerjahre gegründeten Internetsalons: www.edge.org.

  Dort treffen sich die von Brockman betreuten Wissenschaftskoryphäen, um über Gott und den Kosmos, Quanten und Bits zu debattieren. Für diesen Debattierzirkel, an dem auch naturwissenschaftlich interessierte Geisteswissenschaftler und Publizisten teilnehmen, prägte Brockman den Begriff "Dritte Kultur". Mit ihr soll die


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