Die getürkte Menschmaschine

ERNST STROUHAL | Extra | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

TECHNIKGESCHICHTE. Der US-amerikanische Wissenschaftsjournalist Tom Standage erzählt gleich spannend wie verlässlich von einer der berühmtesten Maschinen des beginnenden Industriezeitalters: Baron von Kempelens Schachautomaten.

Dabei ist der Erfinder", notierte die deutsche Schriftstellerin Elise von Recke über Wolfgang von Kempelen, nachdem sie in Leipzig 1784 eine Vorführung seines Schach spielenden Automaten und der Sprechmaschine erlebt hatte, "nichts weniger als ein Charlatan, sondern räsoniert recht angenehm über die Mechanik seiner Maschinen". Auch habe ihr, schreibt sie weiter, der Baron aus Preßburg versichert, dass "er das Geheimnis selbst entdecken würde, und man sich alsdann sehr wundern würde, nicht darauf gefallen zu sein".

  Baron von Kempelen (1734-1804) war ein hoher Beamter am Hofe Maria Theresias und Josephs II. und führte eine für die österreichische Aufklärung nicht untypische Doppel- und Mehrfachexistenz. In seinen "Muße- und Nebenstunden", die der

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