Zwischen den Disziplinen

Extra | Lukas Wieselberg | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

PSYCHOANALYSE. Von ihren Anfängen bis zur Gegenwart ringt Freuds Lehre um wissenschaftliche Legitimität. Drei Bücher zeichnen das spannungsreiche Verhältnis der Psychoanalyse zu den benachbarten Wissenschaften nach.

Seit es die Psychoanalyse gibt, steht sie im Mittelpunkt intensiver wissenschaftlicher und weltanschaulicher Auseinandersetzungen. So hielt sie der Philosoph Karl Popper für ein Musterbeispiel einer nicht falsifizierbaren und unwissenschaftlichen Theorie. Und Jürgen Habermas sprach, sobald von der Psychoanalyse als Naturwissenschaft die Rede war, von ihrem "szientistischen Selbstmissverständnis". Diese bekannten Vorwürfe, die der Wissenschaftstheoretiker Adolf Grünbaum in seinem Buch "Die Grundlagen der Psychoanalyse" entkräften konnte, verweisen auf die umstrittene und besondere Stellung von Freuds Lehre im Feld der Wissenschaften. So forderte Grünbaum von den Psychoanalytikern, dass sie sich um eine Evaluation ihrer Erkenntnisse außerhalb der psychoanalytischen


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