Beamte des Grauens

Extra | THOMAS KÖNIG | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

ZEITGESCHICHTE. Zwei unterschiedliche Bücher über das Reichssicherheitshauptamt bzw. den NS-Polizeiapparat erklärte auch, warum Hitlers Vollstrecker willig waren und was mit ihnen nach 1945 geschah. 

Die Auseinandersetzung mit dem zentralen Thema der deutschen (wie österreichischen) Geschichte des 20. Jahrhunderts hat in den letzten Jahren durch aufsehenerregende Studien von Daniel Goldhagen, Götz Aly, Ian Kershaw und anderen neue Ausrichtungen erfahren. Der mörderische Antisemitismus gilt als Schlüssel zum Verständnis der nationalsozialistischen Herrschaft. Dieser Neudimensionierung entwachsen derzeit detaillierte Studien, die Biografien und Institutionen nach den neuen Maßstäben darzustellen und zu erklären suchen.

  Das im September 1939 offiziell gegründete Reichssicherheitshauptamt (RSHA) war eine Kerninstitution, die die verbrecherische Politik der Nationalsozialisten getreulich und durch Zuarbeiten befolgt hat. Der deutsche Zeithistoriker Michael Wildt hat nun eine


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