Deutsche HipHopologien

GERHARD STÖGER | Extra | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

POPWISSENSCHAFT. Die Textsammlung "Popkulturtheorie" und das HipHop-Kompendium "American Rap" aus dem Mainzer Ventil-Verlag versprechen mehr, als sie letztlich halten. 

Der kleine Ventil-Verlag hat sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten deutschen Adresse für die diskursive Auseinandersetzung mit der Popkultur entwickelt. Neben einer Reihe einschlägiger Veröffentlichungen publiziert der Verlag auch das halbjährlich in Buchform erscheinende Musikmagazin Testcard. Bei aller Wertschätzung für diese Arbeit wird die Qualität der jeweiligen Texte den selbst formulierten Ansprüchen indes nicht immer ganz gerecht.

  Wer sich bei dem von Jochen Bonz herausgegebenen Reader "Popkulturtheorie" etwa den im Ankündigungstext versprochenen "Überblick über die jüngsten Forschungsansätze in den Bereichen Cultural Studies und Poptheorie" erwartet, wird bei der Lektüre eher enttäuscht. Der einstige politische Anspruch der Cultural Studies tritt hier weitgehend in den Hintergrund,

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