Wien ins 21. Jahrhundert!

KONRAD BECKER und MARTIN WASSERMAIR | Vorwort | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

KOMMENTAR. Wien muss sich entscheiden: Soll der Karlsplatz musealisiert werden oder an das 21. Jahrhundert andocken?

Der Karlsplatz inmitten Wiens ist ein Niemandsland. Deshalb forderte zuletzt an dieser Stelle Gerald Matt (Falter 37/02), dass aus dieser "Verkehrshölle" ein Zentrum der künstlerischen und urbanen Bewusstseinsbildung entstehen soll - ein Platz als "Relais zwischen Kunst und Leben". Wie Recht er hat!

  Wien will anders sein. In kulturpolitischer Hinsicht kann dies nur gelingen, wenn die Stadtverantwortlichen sich entschließen, neue Wege zu beschreiten. Urbanes Denken - und das ist das scheinbar Irreführende an diesem Terminus - hat seine Aufmerksamkeit in erster Linie auf die Welt außerhalb der Stadtmauern zu lenken. Hier herrschen aktuell Dotcom-Depression, allgegenwärtige Terrorfurcht, Überwachungsneurosen und Demokratiepessimismus vor.

  Dass der Anspruch auf Urbanität in der Bundeshauptstadt bisher keinen nennenswerten Kristallisationspunkt gefunden hat, zeigt

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