HERO DER WOCHE: M. Chalupka

Politik | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

In der Asyldebatte gibt es zwei Perspektiven. Jene vom Schreibtisch und jene vom Flüchtlingslager. Was für den einen nur "unbegründete Anträge" sind, sind für den anderen "menschliche Schicksale". Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, hat in der ORF-Sendung "Offen gesagt" denen vom Schreibtisch die traurige Welt der Lager näher gebracht. Unaufgeregt, ohne Untergriffe erklärte er einem Asyl-Sektionschef und dem Publikum, was es bedeutet, Schutzsuchende zu Obdachlosen zu machen. Er dokumentierte erschütternde Fälle und demonstrierte, dass politisch Verfolgte aus Staaten wie Pakistan oder Nigeria nach Innenminister Ernst Strassers Reformen keine Chance mehr hätten, ein Asylverfahren in Österreich legal durchzustehen, weil man ihnen jede Versorgung und Unterkunft nimmt. Doch das hört man an den Schreibtischen nicht gerne.


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