"Keine Sozialfürsorge"

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

ASYL. Seit zwei Wochen verhandeln Innenministerium und Flüchtlingsorganisationen über die Unterbringung von Asylwerbern. Bislang ohne Erfolg. Nun sind die Fronten so verhärtet, dass nur mehr schriftlich kommuniziert wird. 

Welche Verhandlungen?", ätzt Heinz Stieb von der Volkshilfe. "Welche Verhandlungen?", fragt auch Christoph Riedl vom evangelischen Flüchtlingsdienst. Dabei haben sich NGOs wie Caritas, evangelischer Flüchtlingsdienst, Rotes Kreuz und die Volkshilfe in den vergangenen 14 Tagen schon dreimal stundenlang mit Vertretern des Innenministeriums zusammengesetzt, um doch noch eine Lösung für die Misere der durch eine kürzlich erlassene Richtlinie von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) obdachlos gewordenen Asylwerber zu finden. Bislang mit so wenig Erfolg, dass sich die NGOs sogar schon weigern, die Gespräche mit den Minister-Vertretern überhaupt als Verhandlungen zu bezeichnen. "Eine Einwegkommunikation mit dem Innenministerium, bei der man auf Stahltüren stößt",


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