Hakan an die Urne

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

AUSLÄNDERWAHLKAMPF. Ein schwarzer Religionslehrer aus Vorarlberg oder eine bosnische Krankenschwester aus Wien: Außer der FPÖ buhlen alle Parteien mit Eingebürgerten um die Zuwanderer. Wer profitiert von den Symbolkandidaten? 

Gemeinderatswahlen 96, EU-Wahlen 99, Nationalratswahlen 99, Gemeinderatswahlen 2001 und jetzt wieder Nationalratswahlen: Sie hat zigmal probiert, ins Rathaus oder ins Parlament zu kommen, als eine der ersten Zuwandererinnen der Partei auf den unwählbaren Listenplätzen weit hinten verräumt. Trotzdem hat Anica Matzka-Dojder nicht aufgegeben und sich auf den SPÖ-Listen nach vorne gekämpft: Bei den vergangenen Wiener Wahlen schaffte es die aus Bosnien-Herzegowina stammende Krankenschwester dann vom sechzigsten Listenplatz in den Gemeinderat. Ihre Themen dort: nicht nur Zuwanderung, sondern auch Gesundheit.

  "Und jetzt will ich es noch einmal versuchen, wo mir die Partei einen so prominenten Listenplatz gegeben hat", sagt Matzka-Dojder und lächelt die Passanten


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