FERNSEHEN

Medien | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

Jetzt einmal ganz ehrlich, Männer: Letzten Endes ist "Sex and the City" doch mehr was für Frauen. Lustiger finde ich die BBC-Serie "Coupling", die seit ein paar Wochen im Anschluss an "SATC" läuft. Erstens, weil das Ensemble geschlechterparitätisch (drei Frauen, drei Männer) besetzt ist; zweitens, weil es in "Coupling" nicht um pseudotiefsinnige "Erkenntnisse", sondern ausschließlich um zotige Pointen geht. Der smarte Steve hat zum Beispiel sein Lieblingsvideo ("Lesbisches Peitscheninferno") auf dem Fernseher liegen gelassen und muss seiner Freundin erklären, warum es künstlerisch wertvoll ist; Patrick wiederum, der treffend als "Kreuzung zwischen einem Esel und einer Salatgurke" charakterisiert wird, bringt seine umfangreiche Sammlung von Dokumentarvideos aus seinem Schlafzimmer in Verlegenheit. Das sind Probleme! Nur hier erfährt man, was Männer wirklich denken, wenn sie sich mit Frauen unterhalten ("Brüste! Brüste! Brüste!"), und was die vier Säulen des heterosexuellen Mannes sind: "1. Hintern; 2. Strapse; 3. Lesben; 4. Sean Connery ist der beste Bond." Frauen finden "Coupling" zu unrealistisch. Männer wissen es besser. ("Coupling", dienstags, ca. 21.50 Uhr, Pro 7.)


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