Kommentar "Nestroy"-Gala: Heller wirds nimmer!

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

Man muss kein Theaterverächter sein, um die "Nestroy"-Gala ziemlich entsetzlich zu finden. Nicht einmal ein Theaterkenner. Letztere würden eventuell auch an den Jury-Entscheidungen etwas auszusetzen haben, aber das ist vergleichsweise tertiär, wird bei diesem Event doch eh schon das Sekundäre zur Hauptsache erhoben. In Zeiten, da der ORF potenzielle Kulturmagazine wie die "Kunststücke" durch zielgruppenangepasste Sendeflächen zu ersetzen gedenkt, ist es nur konsequent, wenn Theaterübertragungen durch Theaterpreisverleihungsspektakelübertragungen ersetzt werden.

Man könnte sich an dieser Stelle zu dem Bonmot aufraffen, dass die "Nestroy"-Gala bloß ein auf zwei Stunden angeschwollener "Seitenblicke"-Beitrag sei, wären da nicht die wertvollen Reden der Laudatoren und Belobigten. Zum Beispiel André Heller, den jetzt endlich jemand für die Klestil-Nachfolge ins Spiel bringen sollte - hiermit geschehen. Die Art und Weise, wie der jugendlich-weise Impresario seinem ehemaligen Herbergsvater


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