Generation Jackass

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

FILM. "Triple X" begreift Actionkino endlich als das, was es so gern wäre: eine Fun-Sportart unter vielen. 

Der Titel ist eigentlich schon der beste Gag: Mit "Triple X" ("xXx" lautet die korrekte Schreibweise des Originaltitels) bezeichnet man im angloamerikanischen Raum Filme mit Jugendverbot und (zumeist) explizitem sexuellem Inhalt. Der Witz ist, dass kaum ein zeitgenössisches Kinoprodukt hemmungsloser eine pubertäre Zielgruppe adressiert als Rob Cohens ("The Fast and the Furious") High-Concept-Reißer; darüber hinaus ist "Triple X" ein politisch überaus korrektes, sexuell beinahe schon keusches Wesen.

  Ist der Film eine Bond-Persiflage? Wohl kaum - dafür investiert er zu viel Zeit und Energie darin, seinen Protagonisten Xander Cage (Vin Diesel) mit Biografie, Persönlichkeit und Motivation auszustatten. Das allerdings in Maßen: Der tätowierte, glatzköpfige Muskelmann mit dem leicht dämlichen Bubenlächeln ist Extremsportler und Underground-Ikone - ein "grader Michl", der


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