AUFGEBLÄTTERT

GERHARD STÖGER | Kultur | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

Die Rock- und Popmusik galt jahrzehntelang als emanzipatorisches Medium und Stimme jugendlichen Aufbegehrens. Spätestens mit der Nazirockdebatte der frühen Neunzigerjahre dürfte es sich aber auch in unseren Breiten herumgesprochen haben, dass die Form der Musik selbst de facto noch keine Rückschlüsse auf ihre Inhalte zulässt.

  Zwar ist die Subkultur des Nazirock mittlerweile wieder aus dem medialen Blickwinkel verschwunden, die internationalen Rechts-Rock-Netzwerke bestehen aber nach wie vor. Und auch abseits von Metal und Punk ist das vermeintlich "linke" Feld der Popmusik nicht vor ungustiösen Umtrieben gefeit. So beleuchtet etwa der vom deutschen Journalisten und Rechtsextremismusexperten Andreas Speit herausgegebene Reader "Ästhetische Mobilmachung" etwa in sechs akribisch recherchierten Beiträgen mit einer dichten und analytischen Materialsammlung die musikalische und ideologische Düsterwelt der Dark-Wave- und Industrialszene.

  Hannes Loh, der Koautor des Standardwerks

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige