EIN LEBEN MIT BORDERLINE: "Ich löse mich auf"

Stadtleben | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

Sie erzählt gerne, ernsthaft und wortreich, macht dazwischen ein paar Witze, lacht über sich selbst. Jung, flott, attraktiv, gescheit und goschert: So sieht Caroline Lenk für die Welt draußen aus. Eine Mensch, mit dem man sich gerne unterhält, ein interessanter Mensch, der auf Partys nicht zu den Mauerblümchen gehört, die im Eck stehen. Unfähig, etwas zu empfinden, unverstanden, wertlos,: So sieht sich Caroline Lenk immer wieder in ihrer eigenen Welt, wenn es ihr schlecht geht. Die 28-Jährige ist eine ganz normale junge Frau, die hinter der Fassade um diese Normalität ringt: Sie leidet unter dem Borderlinesyndrom. "Ich bin ein besonders gut getarnter Fall", meint die Frau mit den rot gefärbten Augenbrauen und lächelt. Selbstironie hilft manchmal.

  Lange Jahre hat sie nicht gewusst, was eigentlich mit ihr los ist. Erfolgreich, dynamisch, ein Workaholic, kämpft sie mit diesem diffusen Gefühl: "In mir stimmt was nicht." Lenk, studierte Logopädin, arbeitet bis zur Erschöpfung


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