Der Froschkönig


FLORIAN HOLZER

Stadtleben, FALTER 42/02 vom 16.10.2002

NEUES LOKAL. Aus einem Grindbeisl der extratiefen Abteilung machte eine junge Frau etwas, was es durchaus öfter geben könnte: ein Mittagslokal.

Wenn einem Patricia Glaubacker erzählt, dass sie sich schon beim ersten Anblick in das Lokal verliebt habe, muss man sich freilich ein bisschen wundern und fragen, ob das mit ihrem Geschmack denn auch alles richtig gelagert sei. Denn das frühere Lokal, das irgendwie Höhle oder so ähnlich geheißen hatte und die letzten zwei Jahre in gerechtfertigter Geschlossenheit vor sich hinschlummerte, ist schon wirklich ziemlich hässlich: eher ein wenig finster in der ohnehin ziemlich abgelegenen Haydngasse gelegen, mit einer absolut unmöglichen Aluminium-Glas-Türe als Verbindung zur Außenwelt, mit einem Fliesenboden von sagenhafter Hässlichkeit und einer Decke, die mit weißen Plastikdielen verkleidet ist.

Aber ganz wie es das Märchen berichtet, küsste die junge Kärntnerin mit Modulausbildung dieses Unlokal wach, schliff das Parkett, installierte

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