TIER DER WOCHE: Lackaffen


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 42/02 vom 16.10.2002

Anfangs hieß es noch Reklame. Dann fand man das Wort "Werbung" wegen seiner galanten Konnotation schöner. Jetzt ist es eine kreative Informationsdienstleistung. Und mit dieser werden wir täglich in den Medien, Verkehrsmitteln und öffentlichen Plätzen erfreut. Bloß in den Bergen herrscht noch das unkreative Nichts. Hunderttausende Touristen wandern jährlich über alpine Wiesen, doch nirgendwo ist ein Werbeplakat zu sehen! Aus Sicht des Marketings ein echter Wahnsinn und eigentlich kein Wunder, dass der Wirtschaftsaufschwung auf sich warten lässt. Doch dann kam ein gewisser Frank Baumann und erfand - nein, erschuf - in einem kreativen Akt die Plakatkuh. Die Dübendorfer Kuh Lisa und ihre Genossinnen werden in Zukunft als lebende Werbeträger über die Weiden zoppeln und "bimmelnd und bunt bemalt des Wanderers Kauflust fördern". Damit die muhenden Kunstwerke auch wirklich wetterfest sind, wird einfach Autolackfarbe auf das Fell der Rinder gesprayt. Und - toller Mehrwert - nach der

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