"Unmenschliche Caritas"

Politik | GERALD JOHN und FLORIAN KLENK | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

ÖVP Innenminister Ernst Strasser über seine harte Asylpolitik, die asiatische Ausländerflut, die Unmenschlichkeit der Flüchtlingshelfer und wieso er dem Caritas-Präsidenten trotzdem verzeiht. 

Seit kurzem sitzt Innenminister Ernst Strasser, der stets stolz darauf war, als moderner Manager keinen Schreibtisch zu besitzen, nicht mehr in seinem Designerfauteuil, sondern in einem ganz normalen Bürosessel. "Mit den Bandscheiben ist alles in Ordnung", hatte der Arzt attestiert. Doch für die Zukunft sei ein gewöhnlicher Schreibtischsessel kein Fehler. Flüchtlingshilfsorganisationen, allen voran die Caritas, diagnostizieren beim Innenminister schon jetzt Rückgratprobleme. Gleichsam über Nacht hatte Strasser, der stets "das Asylthema aus dem Wahlkampf heraushalten" wollte, durch eine Weisung hunderte Asylwerber auf die Straße gesetzt. Die NGOs haben Dutzende Härtefälle von Asylwerbern dokumentiert, die durch Strassers Maßnahmen ungewöhnlich hart getroffen wurden. Schwangere, junge

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