"Pragmatisch, praktisch, gut"

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

GRÜNE. Mit dem Wahlkampf rückte Eva Glawischnig schneller als geplant in den medialen Mittelpunkt. Dabei muss die grüne Frontfrau immer wieder mit "sexistischen" Vorurteilen kämpfen. Ist Glawischnig ein politischer Kopf oder doch nur ein gelungener PR-Gag? 

Viele schicke, junge Menschen tummeln sich auf den drei Etagen der Casanova Revuebar, einem plüschigen Etablissement in der Wiener Innenstadt. Tanzen zu House. Nippen an ihren Cocktails. Naschen vom vegetarischen Büffet. Global 2000 feiert seinen zwanzigsten Geburtstag. Eva Glawischnig, früher selbst bei der Umweltorganisation aktiv, kommt gerade noch rechtzeitig zum Einmarsch der Promis. "Schon seltsam", sagt sie, "früher hätten sie sich zu so einem Anlass wo angekettet, heute schmeißen sie eine Party mit VIP-Empfang."

  Mit Birkenstocksandalen kommt man eben nicht mehr weit. Das haben auch die Grünen erkannt. Beim Bundeskongress vor zwei Wochen sah man selbstgestrickte Wollpullover nur mehr in den hintersten Reihen. Haben


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