"Erniedrigend behandelt"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

POLIZEI. Ein Urteil stellt fest: Bülent Öztoplu, Mitglied des Menschenrechtsbeirates, wurde von Wiener Polizisten im Wachzimmer misshandelt. Die Polizei entschuldigt sich.

Franz Schnabl, der Generalinspektor der Wiener Sicherheitswache, fasst sich kurz: "Dieses Urteil ist sehr ernst zu nehmen. Ich stehe nicht an, mich bei Herrn Öztoplu im Namen der Polizei in aller Form zu entschuldigen. Ich würde mir wünschen, dass er möglichst schnell wieder in den Menschenrechtsbeirat aufgenommen wird."

  Die klaren Worte vonseiten der Wiener Polizei kommen zwar reichlich spät, dürften Bülent Öztoplu, ehemals türkisches Mitglied des Menschenrechtsbeirates im Innenministerium, aber trotzdem freuen. Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) hat vergangene Woche nämlich festgestellt, dass Beamte der Wiener Polizei Öztoplu bei einer Festnahme "erniedrigend" und "exzessiv" behandelt hatten. Es stehe, so Richter Wolfgang Helm, zweifelsfrei fest, dass Öztoplu als "Drecksack" beschimpft und ohne

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