"Schweigen ist Betrug"

Kultur | MATTHIAS DUSINI und GERALD JOHN | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

KULTUR UND POLITIK. Im Wahlkampf taucht eine vergessen geglaubte Figur wieder auf: der engagierte Künstler. Während Kulturpolitik für die Parteien nur ein Randthema ist, werden die Künstler selbst recht schamlos instrumentalisiert. 

Miriam Schwack kommt aus Braunau und malt. Am liebsten stilisierte Figuren auf blassem Hintergrund. Seit vergangenem Donnerstag sind diese in der Ausstellung "Himmel-Wolke-Zeit" im Wahlkampfcontainer der SPÖ neben dem Burgtheater zu bewundern. Zu ihren Werken sagt die Malerin bei der Eröffnung allerdings nichts. Dafür redet SPÖ-Generalsekretärin Andrea Kuntzl. "Kaum gab es diesen Raum, haben uns viele Künstler angesprochen, ob sie hier ausstellen dürfen", frohlockt Kuntzl: "Die Nachfrage ist enorm." Spontan habe sich eine "Unabhängige Plattform für Alfred Gusenbauer" gebildet, der sich im Nu 8000 Unterstützer angeschlossen hätten. Ab sofort organisiert die "Happy Wende", wie sich die Plattform nennt, Vernissagen im Container. Nach Schwack ist


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