OHREN AUF! Zurück zur Musik

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

Der Output der experimentellen Elektronikszene in den letzten zwei bis drei Jahren zeigte in erster Linie, wie schwierig der Umgang mit grenzenlosen Möglichkeiten und der scheinbar totalen Freiheit ist. Irgendwie klang die Mehrheit der Laptop-Produktionen trotz der viel gepriesenen Software ähnlich: beliebig und oft einfach nervig. Abgesehen von der kleinen Hardcore-Hörerfraktion interessierte sich am Ende kaum mehr jemand für die einschlägigen Veröffentlichungen.

Mittlerweile scheinen auch die Produzenten des formalisierten Knarzens überdrüssig zu sein. Musikalität in einem traditionell-harmonischeren Sinne ist wieder angesagt, wie zuletzt auch Radian beim grandiosen Live-Gastspiel im Porgy & Bess demonstrierten. Immer nur Musik nach Zahlen wird irgendwann langweilig - schließlich haben bekanntlich auch Maschinen Gefühle.

Spannende Elektronik serviert zurzeit etwa der Wiener Pure, einst Hälfte des Techno-Klamauk-Duos Ilsa Gold, danach Schöpfer von ebenso faszinierenden wie anstrengenden


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