Die guten Zeiten

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

LONDON SOUNDFILES. Die zur neuen Rock-Aristokratie aufgestiegene Post-Britpop-Elite findet zu sich selbst - in Marokko, Gloucestershire und Camden Town. 

In den Augen der Leute, die ihn auf der Straße anstarren, ist Richard Ashcroft immer noch der Typ, der 1997 im Video zu "Bittersweet Symphony" singend den Gehsteig entlangging und dabei unschuldige Passanten anrempelte. Bis heute begegnen dem auf Solopfaden wandelnden Exsänger von The Verve regelmäßig wagemutige Menschen, die am lebenden Beispiel testen, ob er ihnen tatsächlich nicht ausweicht.

  "Am Anfang, als ich berühmt wurde, fiel mir auf, dass die Leute mich für taub hielten", behauptet Ashcroft. "Sie redeten über mich, als ob ich nicht wirklich da wäre. Und jetzt glauben sie auch schon, dass ich blind bin. Sie kommen zu meinem Haus und starren zum Fenster herein. Kürzlich hatten wir in unserem Londoner Haus ein Feuer. Ich hatte mich zusammen mit einem Freund aufs Dach geflüchtet. Wir warteten auf die Feuerwehr, als


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