Durchschnitt im Blick

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

FILM. Mit seinem Ehebruchsdrama "Halbe Treppe" versucht sich "Nachtgestalten"-Regisseur Andreas Dresen erneut an einem Kino im Normalformat. 

Nicht mehr ganz jung, aber noch nicht alt, weder glücklich noch besonders unglücklich, und auch was Einkommen und Aussehen betrifft - absoluter Durchschnitt: Das ist eigentlich genau die Sorte Mensch, für die sich das Kino zuallerletzt interessiert. Der deutsche Regisseur Andreas Dresen bildet da eine Ausnahme. Auch in seinem neuen Drama mit dem programmatischen Titel "Halbe Treppe" stellt er genau solche Menschen ins Zentrum, zeigt die Alltagsroutinen zweier befreundeter Ehepaare um die vierzig - Ellen (Steffi Kühnert) und Uwe (Axel Prahl), Katrin (Gabriela Maria Schmeide) und Chris (Thorsten Merten) - ganz aus der Nähe.

  Während des gemeinsamen Urlaubsdia-Abends wandert eine unruhige Handkamera (Michael Hammon) von einem alkoholgeröteten Gesicht zum nächsten, folgt später Ellen und Uwe, die zwischen den tristen Plattenbauten von Frankfurt


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