No ethics, only aesthetics

Kultur | JAN TABOR | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

ARCHITEKTUR. Noch nie war die Architekturbiennale in Venedig so langweilig und reaktionär wie heuer. Im Josef-Hoffmann-Pavillon aber erlebt man die wahre Qualität des Österreichischen. 

Es empfiehlt sich, sich dem österreichischen Beitrag für die Architekturbiennale in Venedig von hinten zu nähern. Man geht über die Viale Trento durch die Giardini pubblici, biegt ins Arbeiterviertel S. Giuseppe ab und überquert die Brücke vom Rio dei Giardini. Von hier aus sieht man hinter der hohen Parkmauer üppiges Gebüsch, aus dem ein verglastes Eck des österreichischen Pavillons herausragt. Ist man einmal drinnen, hat man von dort aus - dank Heidulf Gerngross, der hier auf drei Ebenen seine Privatgemächer eingerichtet hat - einen herrlichen Ausblick auf diese entlegene Gegend, in die sich kaum ein Tourist verirrt.

  Doch zuvor steht eine Entscheidung. Wenn man umsonst in die Biennale-Giardini gelangen will, kann man jene hölzerne Leiter benützen, die als Zugang zu einem an der Kaimauer


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