StadtMenschen

Stadtleben | aus FALTER 43/02 vom 23.10.2002

Bis vergangene Woche wussten wohl nicht einmal die Verantwortlichen beim ORF genau, was sie sich mit Fred Schreiber und David Schalko für die neue Donerstagnacht eingekauft hatten. Die beiden sind die Erfinder der ausgesprochen feinen "Sendung ohne Namen", einem popliterarischen Fernsehkonzept, das das Abschweifen zum Prinzip hat. Schreiber ist hauptberuflich FM4-Macher und Teil der Popgruppe Falsche Freunde, Schalko macht bereits länger Fernsehen und war sogar schon Sex-Kolumnist bei der "Wienerin". Mit der "Namenlosen" wollen die Macher ihre "persönlichen Neurosen verarbeiten". Und so kommt eine ebenfalls namenlose Kunstfigur mit Off-Stimme vom Hundertsten ins Tausendste, werden Starinterviews, Klatsch, Expertentum und "ausrecherchiertes Halbwissen" als eine Art Wochenschau wild aneinander gereiht. "Im ORF-Archiv haben sie sich zuerst sehr darüber gewundert, was wir alles von ihnen wollen", sagt Schreiber. Wen wunderts nicht? Do, 23.40 Uhr, ORF 1. C. W.


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