Immer der Arbeit nach

Extra | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

Einst hat ein deutscher Liedermacher darüber gespottet, dass Arbeiter in Zukunft hinter ihrer Arbeit herziehen werden: "Für seinen Job geht er meilenweit." In Kalifornien fahren Menschen mehr als drei Stunden von ihrem Haus zum Arbeitsplatz mit dem Auto - und wieder drei Stunden zurück. Das ist wohl wirklich übertrieben.

Aber Amerikaner sind es auch gewohnt, hinter ihrem Arbeitsplatz herzuziehen. Natürlich machen es nicht alle und auch nicht immer freiwillig. Trotzdem könnten wir in Europa uns daran ein Beispiel nehmen. Warum nicht eine Zeit in Portugal oder Litauen arbeiten?

Wenn das auf Anhieb absurd klingt, dann ist es nur ein Beweis mehr, wie wenig wir auf Europa wirklich eingestellt sind. Fremde Sprache? Bitte, das ist doch das Wunderbare an Europa, dass es so viele unterschiedliche Sprachen und Kulturen gibt. Lernt man halt die eine oder andere kennen. Wer stärkere Integration in der EU wünscht, sollte die Aufmerksamkeit auf die Arbeitswelt richten. Übrigens haben britische Arbeiter das neue Berlin aufgebaut.


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