Österreich ohne Klone?

Extra | HARALD FIDLER | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

Medienlandschaft. Politischer Einfluss, Marktmissbrauch, unzulässige Konzentration prägen die Dreifaltigkeit der Medienmacht in Österreich: ORF, Mediaprint, News-Gruppe. Ein Sittenbild. 

Was ist die hohe Schule der Medienpolitik? Von einem "entparteipolitisierten" ORF zu sprechen, ohne rote Ohren zu bekommen, in lautes Gackern auszubrechen oder sich zu verschlucken. Selbst dezentes Grinsen gilt es zu vermeiden. Zum Beispiel, wenn Wilhelm Molterer, Landwirtschaftsminister und Nebenerwerbsmediensprecher der ÖVP, sagt: "Es hat früher einen Rotfunk gegeben. Jetzt gibt es einen Rot-Weiß-Rot-Funk." - Und nicht etwa, wie die Opposition ihn wahrnimmt, eine Art Schwarzfunk. Dabei hat Molterer im Moment immerhin so Recht wie in den vergangenen Monaten nicht. Obwohl eine von ÖVP und FPÖ gewählte Generaldirektorin seit Anfang des Jahres fast jeden wesentlichen Posten umbesetzt hat. Doch Wahlen verunsichern den Küniglberg. Wie verunsichern erst Wahlen mit so knappen Prognosen?

  Umso bemerkenswerter


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