Heitere Monstershow

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Österreich vor der Wahl: Über Medienmacher, Meinungsforscher und andere Monster. 

Mir san jo eh di reinsten Lamperln. Was immer wir drucken, beeinflusst niemand oder höchstens die marginal kleine Menge noch unentschlossener Wähler. Umfragen, die wir jetzt bringen, wen können die denn schon aktivieren? Es bekennen sich doch nur ein paar Prozent dazu, von Umfragen beeinflusst zu werden! So ähnlich kann man es in dieser Tagen lesen und hören. Die Medien verstärken allenfalls Trends, sie können bloß jenen Drall intensivieren, den die Kandidaten ihren Kampagnen geben. Dass sie selber eine Rolle spielen? Gott bewahre! So reden sie, die Leitartikler. Je mehr sie sich ertappt fühlen, desto weniger wollen sie's gewesen sein.

  Österreichs Verleger sind, wir wissen es, bloß eine Schar politisch uninteressierter Hundestreichler, die allenfalls mit dem Bundespräse einen Gugelhupf schnupfen oder schnell als Klon bei der Vizekanzlerin reinschlüpfen. Aber Politik?


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