Destiny's Child

Politik | JULIA ORTNER und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

QUEREINSTEIGERIN. Das populistische Naturtalent Christina Lugner entkommt seinem Schicksal nicht: Die toughe Geschäftsfrau mit Hang zur Peinlichkeit überlegt sich unter der Sonne Ägyptens, ob sie für die FPÖ zur Nationalratswahl antreten soll. 

Zerzauste Haare, Schweiß auf der Stirn, rote Flecken auf den Wangen. Richard Lugner steht alleine auf der Bühne in seinem Einkaufszentrum, blickt zu Boden und wartet darauf, dass er endlich das Fernsehinterview geben darf. Seine Frau, die ihn im Wahlkampf an die Wand gespielt hat, lässt ihn in der Stunde der Niederlage im Stich. Erst 25 Minuten, nachdem das Wahlergebnis auf der Großleinwand aufschien - gerade einmal ein Prozent für Lugners Liste Die Unabhängigen -, taucht Christina auf. Die Augen noch rot unterlaufen, die dick aufgetragne Wimperntusche aber nicht verschmiert. Mit versteinerter Miene steht sie am Rand der Bühne und sagt: "Wir haben 25 Millionen Schilling in den Wahlkampf investiert."

  Die heute 37-Jährige hatte ihren


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