SILVIA FUHRMANN (ÖVP): Iron Maiden

EVA WEISSENBERGER | Politik | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

Der zweitschlimmste Tag in ihrer politischen Karriere war im Februar 2000, als Regierungsgegner das Büro der Jungen ÖVP besetzten. "Wäre die Polizei nicht da gewesen, hätte ich echt Angst gehabt", erzählt Silvia Fuhrmann. Der schlimmste Tag war Mittwoch vergangener Woche. Rote und Grüne fielen in geharnischten Aussendungen über das schwarze Nachwuchstalent her, weil sie - ganz auf Parteilinie - Wählen mit 16 derzeit nur auf Gemeinde-, nicht aber auf Landes- und Bundesebene fordert. "Das hat mir echt einen Stich versetzt", sagt sie.

  Fuhrmann wird sich an harte Kritik gewöhnen müssen. Die ÖVP, die bei der letzten Nationalratswahl bei den Wählern unter 29 nur auf 14 Prozent kam, schickt die 21-Jährige auf Stimmenfang. Mit einem eigenen Bus, auf dem ihr Konterfei prangt, wird sie bis zum 24. November beinahe täglich durch Österreich tingeln. Haribo-Herzen, Trillerpfeifen und Abfertigungs-Lose verteilen. Junge Menschen fragen, was sie verändern würden, wenn sie dürften.

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