Mediensplitter

Medien | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

Gruß vom großen Bruder "Sie wissen, was du gestern getan hast" - unter diesem Motto wurden am Sonntag zum vierten Mal die Big Brother Awards verliehen. Im Wiener Club Flex wurden in sechs Kategorien Unternehmen und Privatpersonen gekürt, die sich in besonderer Weise um die Verletzung der Privatsphäre verdient gemacht haben. Die Preise - lebende Schaben in atmungsaktiven Behältern - wurden etwa an die Versicherung Uniqua für schamloses Entbinden von der medizinischen Schweigepflicht oder Klagenfurter Richter für eine flächendeckende Rufdatenüberwachung zigtausender Bürger, um Einbrüche aufzuklären, verliehen. Von den Preisträgern kam freilich keiner. Letztes Jahr wagte sich immerhin die Post auf die Flex-Bühne, um ihre Trophäe abzuholen. Im Anschluss an die Preisverleihung traten die Gewinner des FM4-Big-brother-Soundpark-Contests auf, während vor dem gesteckt vollen Flex noch bis nach Mitternacht eine Menschenmenge Einlass begehrte.

Gern gesehener Gast Vor zwei Wochen maulte die SPÖ, dass der ORF die größte Oppositionspartei stiefmütterlich behandle. Nun dürften die Roten zufrieden sein: Seit Bekanntwerden seiner SP-Kandidatur Mitte des Monats hat sich der rote Quereinsteiger Josef Broukal schon bis auf den dritten Platz bei den Nennungen in der "Zeit im Bild" vorgekämpft. Spitzenreiter am Küniglberg ist zwar nach wie vor Bundeskanzler Wolfgang Schüssel mit fast doppelt so vielen Redesekunden wie der zweitplatzierte Alfred Gusenbauer, FPÖ-Chef Mathias Reichhold liegt dafür weit abgeschlagen auf Rang acht.

"FORMAT" Die allererste Nummer, die im Herbst 1998 erschien, und die aktuelle Ausgabe sehen einander verdammt ähnlich. Dieses Frühjahr mutierte das Montagsmagazin wegen schrumpfender Leserzahlen zum Freitagsmagazin. Soll das aktuelle Cover schon wieder einen neuen Aufbruch signalisieren?


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