Moderne als Medienmix

Kultur | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

MUSIK. Vier Novemberwochen lang sucht das Festival Wien modern wieder das Neue im Genre-Crossover. Gute, alte Neue Musik wirds aber auch weiterhin geben.  CARSTEN FASTNER

Alles beim Alten bei Wien modern? Fast. Auch heuer wird während des vierwöchigen und damit größten österreichischen Festivals für die Musik unserer Zeit wieder viel ausprobiert, versucht, angedacht und als Work in Progress präsentiert werden. Einzig auf das inflationäre Schlagwort vom "Ausloten" haben die Festivalmacher diesmal weitgehend verzichtet. Ein Experiment heißt ganz schlicht und einfach wieder Experiment.

  Das zum dritten Mal von Berno Odo Polzer und Thomas Schäfer kuratierte Festival gibt sich wie gehabt im emphatischen Selbstbewusstsein, immer in Bewegung und damit irgendwie am Puls der Zeit zu sein. Sogar die Richtung ist klar - so schwer und diffus sich ein Festivalkoloss auch bewegen lässt, der in über dreißig Veranstaltungen "die faszinierende Vielfalt gegenwärtiger Klangwelten von Aperghis

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