Big in Japan

KLAUS NÜCHTERN | Kultur | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

MUSIK. Wie Keith Jarrett, Gary Peacock und Jack DeJohnette das Klaviertrio neu erfanden. 

Die drei schon gesetzteren Herren in den überaus fragwürdigen Hemden scheinen zufrieden zu sein, besonders der kleinste von ihnen: Er strahlt wie ein neu lackiertes Hutschpferd. Dankbar nehmen er und seine Kompagnons den Applaus entgegen, den ihnen die Zuhörer spenden. Das Konzert fand im April des vorigen Jahres in Tokio statt, und der Pianist Keith Jarrett (der mit dem Hutschpferdlachen) hatte schon vor der Veröffentlichung dieses Live-Mitschnittes wissen lassen: "Ich könnte mir nicht einmal vorstellen, so etwas noch mal zu machen oder besser zu machen."

  Der Selfmade Man ist ein US-amerikanischer Mythos. Wenn es im Jazz jemanden gibt, der sich und den Jazz (für sich) neu erfunden hat, dann ist das der heute 57jährige Keith Jarrett, dessen Karriere durch eine rätselhafte Krankheit namens Chronic Fatigue Syndrome (die schon das Umblättern eines Buches zur Anstrengung macht) mehr als gefährdet

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