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Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

THEATER. Schauspielhaus und Rabenhof besinnen sich ihrer Anfänge: Barrie Kosky inszeniert "Macbeth" als schwarze Messe; Georg Staudacher dramatisiert den Franzobel-Beuschelreißer "Austrian Psycho". 

Genau ein Jahr ist es her, dass das Wiener Schauspielhaus mit der Euripides-Tragödie "Medea" neu eröffnet wurde. Der australische Regisseur Barrie Kosky, der gemeinsam mit Airan Berg die Leitung des Theaters übernommen hatte, stellte sich dem Publikum als erfrischender Spielertyp vor, der das antike Kindsmorddrama als intime Salontragödie und mit viel Gefühl für theatrale Effekte inszenierte.

  Die auf der Hinterbühne des Theaters (nur 59 Zuschauerplätze) gezeigte "Medea" war die erfolgreichste und beste Produktion der ersten Spielzeit am neuen Schauspielhaus, die ab dann deutlich weniger überzeugend verlief. Zu Beginn der zweiten Saison hat man nun auf das "Medea"-Erfolgsrezept zurückgegriffen: Wieder inszeniert Barrie Kosky einen Klassiker (diesmal Shakespeares Schotten-Schocker


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