Liebe mit Ablaufdatum

PETRA RATHMANNER | Kultur | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

THEATER. Traurige Liebespaare, verpasste Lebenschancen: ein Porträt der erfolgreichen französischen Autorin Véronique Olmi, die jetzt erstmals in Wien aufgeführt wird. 

Familien sind schon etwas ziemlich Verrücktes", meint Véronique Olmi, setzt ein charmantes Lächeln auf und faltet ihre Hände auf der Tischplatte; ein schmaler Ehering blitzt auf. "Mich interessieren am Theater Familiengeschichten." Die bislang zwölf Dramen der französischen Autorin gehen immer irgendwie der Frage nach: Was um alles in der Welt wird aus einem Liebespaar, sobald es einmal verheiratet ist und sich anschickt, eine Familie zu gründen? Unter viel Geplauder offenbaren ihre Figuren die beklemmenden Entfremdungen und heimlichen Aggressionen, die sich in die langjährigen Beziehungen eingeschlichen haben. Kinder dienen den abgelaufenen Ehen bloß noch als Alibi. Die vierzigjährige Autorin, selbst Mutter zweier Töchter, bringt Mittelstandsfamilien in unterschiedlichen Graden der Zersetzung auf die Bühne,

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