Leinwand frei!

Extra | Michael Loebenstein | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

PROSEMINAR WIEN, Teil 7: KINO. Zwischen lärmigem Partyflair und cinephiler Ernsthaftigkeit bietet Wien einiges an Kinokultur.

Das Schöne am Kino ist wohl, dass es von allen Künsten die am wenigsten elitäre ist. Selbst im hintersten Winkel der Welt findet sich noch ein Lichtspieltheater, bietet sich die Gelegenheit, Filme dort zu sehen, wo sie ursprünglich mal zu Hause waren - auf einer Leinwand, in einem abgedunkelten Raum voll fremder Menschen. Dass diese Kulturform sich trotz Fernsehen, Videoband oder DVD-Spieler erhalten konnte, verdankt sich (nebst der Treue des Publikums) einer eigenartigen Mischung aus Pioniergeist (weniger Kinoenthusiasmus) und Geschäftstüchtigkeit (der großen, spartenübergreifend agierenden Unterhaltungskonzerne). Allein darüber könnte man (das nur als Anregung!) locker eine Dissertation verfassen.

Zurück ins Proseminar. Erste Frage: Wie schauts in Wien überhaupt aus mit Kinos? Die Antwort ist, wientypisch, widersprüchlich: Auf der einen Seite bieten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige