Stirb langsam

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

TOD. Wie im Bereich Energie kam es jetzt auch in den letzten Angelegenheiten zu einer Marktöffnung: Das Wiener Bestattungswesen bekommt Konkurrenz. 

Willkommen im freien Markt. Rund 20.000 Bestattungen führt die Bestattung Wien jährlich durch. Bislang war man weder auf Werbung angewiesen, noch musste man sich um mangelnde Kundschaft Sorgen machen. Aber jetzt könnte das Unternehmen der Wiener Stadtwerke, seit 50 Jahren in Monopolstellung, Konkurrenz bekommen: Im August 2002 trat eine Gewerbeordnungsnovelle für das Bestattungsgewerbe in Kraft, deren wesentlicher Punkt die Abschaffung der Bedarfsprüfung ist. Das bedeutet, dass nun private Unternehmen Hinterbliebenen ihre Dienste anbieten können. Wie im ebenfalls befreiten Energiemarkt ist die Infrastruktur im Besitz der Kommunen. Aufbahrungs- und Einsegnungseinrichtungen müssen von den Mitbewerbern angemietet werden. Allein, in Wien hat sich - im Gegensatz zu anderen österreichischen Städten - bislang noch kein Privatunternehmen


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