StadtMenschen

Stadtleben | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

Dieter Schrage und Franz Lackner sind nicht nur Kulturwissenschaftler, sondern auch Bewohner der Sargfabrik in Wien-Penzing. Und als solche interessiert sie die Geschichte ihres Hauses sehr. Jetzt haben die beiden eine Ausstellung konzipiert, die die Bedeutung der ehemaligen Sargfabrik als Sargfabrik darstellt. Julius Mascher & Söhne war nämlich die größte und innovativste Sargfabrik der ganzen Donaumonarchie. Der Firmengründer hatte 1884 ein neuartiges "Verfahren zur Imitation von Metallsärgen" entwickelt. Dabei wurden billige Holzsärge mit metallisch bedrucktem Papier verziert und zu Edelkisten gemacht, die denen verstorbener Adeliger in nichts nachstanden. 1912 arbeiteten hier fast 500 Handwerker, die wöchentlich 1500 Holz- und 200 Metallsärge und unzählige Verzierungen produzierten. 2.-12.11., Sargfabrik, 14., Goldschlagstr. 169, www.sargfabrik.at C. W.


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