TIER DER WOCHE: Beschiss

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 44/02 vom 30.10.2002

Kühe kann man essen. Aber auch Ledersofas, Schuhe und Kleinzeugs wie die Bespannung für Tennisschläger kann man aus ihnen herstellen. Deswegen heißen sie ja auch Nutztiere. Die Bewohner der schwedischen Stadt Karlskoga wollen jetzt aber noch mehr Nutzen aus unseren kuhäugigen Freunden ziehen und werden ab November ihre Häuser mit zermahlenen Tierkadavern heizen. Eine Firma namens Konvex wird die Wohnungen mit dieser erneuerbaren Energiequelle beliefern und wirbt damit, dass der Brennwert des Produkts jenem von Holz entspräche, denn die "Kühe enthalten vergleichsweise zwar mehr Wasser, aber dafür auch mehr Kohle". Wie darf man sich das "Produkt" denn vorstellen? "Die neue Brennmasse kann mit Faschiertem verglichen werden, aber sie sieht ein bisschen grauer aus", meint der Geschäftsführer von Konvex. Na ja, zumindest optisch wird sich ein Holzstoß neben dem Kamin weiterhin besser machen. Schon zu Lebzeiten sind Rinder wesentliche Verursacher von Treibhausgasen. Im Pansen entstehen


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