WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

WAS WAR

Maus aus Die Prokuristin Christina Lugner, aus Funk und Fernsehen besser bekannt als "Mausi", kandidiert doch nicht für die FPÖ. Vorige Woche hatte sie noch angekündigt, dass sie ganz vorne auf der blauen Bundesliste stehen werde. Vergangenen Montag erkannte sie aber plötzlich ein "diffuses Chaos" bei den Freiheitlichen und zog zurück. Mit solchen Stimmungsschwankungen hätte die Baumeistergattin eigentlich perfekt zur FPÖ gepasst.

WAS KOMMT

Strafanzeige der Donnerstagsdemo Auf diesem Thema ritt der Kanzler beim TV-Duell mit dem Grünen Alexander Van der Bellen besonders herum: "In meiner Parteizentrale, in der Lichtenfelsgasse, nicht weit vom Parlament entfernt, haben sie uns viermal, die Donnerstagsdemos, sämtliche Fensterscheiben eingeworfen", schimpfte Wolfgang Schüssel (ÖVP). Gut zwanzig Donnerstagsdemonstranten ließen diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen und brachten gegen Schüssel nun Strafanzeige wegen übler Nachrede ein. Der Kanzler wird aber auch abseits der Gerichte auf seine Gegner treffen: Anlässlich der TV-Debatte Schüssels gegen SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer am 21. November wird die - vielleicht letzte - Donnerstagsdemo zum ORF-Zentrum am Küniglberg marschieren.

WAS FEHLT

Anerkennung für Alfred Finz Den Finanzstaatssekretär und Wiener ÖVP-Obmann kennen offenbar nicht einmal seine eigenen Leute: Der Vorsitzende der niederösterreichischen Beamtengewerkschaft, ÖVP-Bundesrat Alfred Schöls, bedankte sich in einer Aussendung artig für die großzügige Lohnrunde, die "noch vor dem Wahltag am 24. November" abgeschlossen worden war. Titel des Pressetextes: "Öffentlicher Dienst-Gehaltsabschluss nur dank Schüssel-Fink!" Vielleicht liegt dieser Lapsus aber auch daran, dass es die Beamten nicht so mit der deutschen Sprache haben. Schöls wörtlich laut Meldung: SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer als Kanzler wäre "nach der Vizekanzlerin Riess-Passer eine Entwicklung wie vom Regen unter die Traufe".


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