Einer hört immer zu

Politik | FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

FPÖ. Der vierte Parteichef in zwei Monaten, der zweite Haider-Besuch bei Saddam. Alle wenden sich von der FPÖ ab. Nur ein kleines Grüppchen unverdrossener Funktionäre hält auf Wiens Straßen und in Wirtshäusern die Stellung. Szenen eines blauen Wahlkampfes: "Es läuft eh ganz gut." 

Herbert Rudolph hat dieser Tage viel mitgemacht. "Im sechsten Bezirk", beklagt der blaue Gemeinderat, "haben sie uns mit dem Messer attackiert." Nun steht der Mann vor dem Bahnhof Heiligenstadt, im Schatten des mächtigen Karl-Marx-Hofes, und drückt zusammen mit der Nationalratsabgeordneten Helene Partik-Pablé den Passanten die Döblinger Nachricht Nr. 2 in die Hand. "Der Bahnhof Heiligenstadt", steht darin geschrieben, "ist durch seine Unübersichtlichkeit schlecht einsehbar und damit für kriminelle Machenschaften leider ein Anziehungspunkt."

  Rudolph sollte Recht behalten. Keine Viertelstunde, nachdem die Bezirks-FPÖ ihr Standl vor der Bastion des Roten Wien errichtet hat, nähert sich von hinten


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