HERBERT HAUPT: Blauer Platzhalter

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

Als Herbert Haupt nach dem Knittelfelder Putsch-Parteitag im September zum neuen FP-Spitzenkandidaten gekürt wurde, war er sichtlich gerührt. Zehn Tage später übernahm Mathias Reichhold den Spitzenkandidaten-Job. Da wirkte Haupt sichtlich erleichtert.

  Für die Partei in Krisenzeiten einzuspringen, ist Haupt gewohnt. Schon bei den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP war Haupt für das Sozialkapitel verantwortlich. Minister wurde er nicht. Erst im Oktober 2000 sprang der Tierarzt für die glücklose FP-Sozialministerin Elisabeth Sickl ein. Als Parteiobfrau Riess-Passer zurücktrat, sprang er als neuer Spitzenkandidat ein. Vierzig Tage nach Reichholds Wahl zum Parteiobmann ist Herbert Haupt gleich in doppelter Funktion zurückgekehrt - als neuer Parteichef und als Spitzenkandidat.

  Der frühere FP-Sozialsprecher wurde im Auftrag Haiders als Sozialminister in die schwarz-blaue Regierung geholt, um dafür zu sorgen, dass die FPÖ wieder zur "Partei der kleinen Leute" wird. Gelungen


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