Kommentar - ÖBV: Selling the Familiensilber

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

Was haben Ilse Aichinger, Norbert Gstrein, Peter Handke, Josef Haslinger, Wolf Haas, Elfriede Jelinek, Michael Köhlmeier, Friederike Mayröcker, Robert Menasse, Christoph Ransmayr, Kathrin Röggla, Robert Schindel, Marlene Streeruwitz, Peter Turrini und Josef Winkler gemeinsam - sieht man von Beruf und Nationalität ab? Sie alle sind - zumindest mit ihrem Hauptwerk - bei einem deutschen Verlag unter Vertrag. Man mag das bedauern oder nicht, aber es ist nicht viel anders als im Fußball (auch wenn Robert Menasse vor Jahren, nach seinem Kurzzeitwechsel von Rowohlt zu Residenz, das Gegenteil behauptet hat): Als wichtig und erfolgreich gilt, wer bei einem der renommierten deutschen Belletristikverlage (S. Fischer, Hanser, Rowohlt, Suhrkamp ...) erscheint.

Wenn nun der ÖBV - was noch abzuwarten bleibt - an den Stuttgarter Ernst Klett Verlag verkauft wird (siehe dazu auch den Artikel auf Seite 61), wie das die schwarz-blaue Regierung im November 2000 angekündigt und im August vorigen Jahres


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