1 Herz und 1 Hirn für Eisler


KLAUS NÜCHTERN
Kultur | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

MUSIK. Heiner Goebbels verarbeitet die Musik des Komponisten und Brecht-Vertoners Hanns Eisler mit Witz, Verve und Gefühl zu "Eislermaterial". 

Zu offiziellen Ehren ist die schönste Hymne der Welt dann doch nicht gekommen. Immerhin, der Komponist war derselbe: Hanns Eisler, 1898 in Leipzig geboren und in Wien aufgewachsen, komponierte auch die - gleichfalls ziemlich zu Herzen gehende - DDR-Hymne "Auferstanden aus Ruinen", die einen Monat nach Staatsgründung am 7. November 1949 ihre Uraufführung erlebte.

  Um einiges charmanter jedoch als diese von Johannes R. Becher gedichtete Hymne mit ihrem Aufbau-Pathos ist Bertolt Brechts "Festlied der Kinder" mit der Eingangszeile "Anmut sparet nicht noch Mühe". Sie macht den Anfang auf Heiner Goebbels jüngstem Album "Eislermaterial", mit dem der versatile fünfzigjährige deutsche Komponist einem Kollegen seine Reverenz erweist, dessen Denken ihn bereits früh beeinflusst hat: Als es in den Siebzigerjahren darum ging, politische und ästhetische

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige