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Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

KUNST. Zwei Ausstellungen über Malerei der Jahrhundertwende erfreuen wintermüde Augen: Gustav Klimts Landschaften und Bilder des amerikanisch-französisch-russischen Impressionismus. 

Der Begleittext der Ausstellung "Gustav Klimt - Landschaften" in der Österreichischen Galerie Belvedere verspricht Superlative: "In nie da gewesener Vollständigkeit" werde Klimt "ausschließlich als Landschaftsmaler" gezeigt. Warum aber sind rund ein Sechstel der gezeigten Arbeiten Porträts? Vielleicht um zu beweisen, dass Landschaften im Ruvre des Jugendstilkünstlers nicht die gleiche Bedeutung hatten wie Porträts. Zumindest die Größenverhältnisse lassen darauf schließen: Auch die letzten, großen Landschaften, die Klimt in der Sommerfrische am Attersee gemalt hat, erreichen nicht das Format früherer Porträts.

  Die Themenverfehlung wird auf Informationstafeln aus der künstlerischen Methode Klimts heraus erklärt: Der 1918 im Alter von 56 Jahren verstorbene Maler habe sich anthropomorpher


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