Demokratie der Typen

Kultur | WOJCIECH CZAJA | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

TYPOGRAPHIE. Auch im Reich der Buchstaben brachte der Computer gewaltige Veränderungen mit sich. Die Ausstellung "postscript" im Künstlerhaus präsentiert nun die wichtigsten Errungenschaften der zweiten Revolution nach Gutenberg. 

Man kann sie lukullisch verschlingen, man kann sie der Reihe nach am Tellerrand auflegen, lesen und dann verschlingen, oder man kann sich die Frage stellen: In welcher Schrifttype sind eigentlich die Buchstaben der Buchstabensuppe gesetzt? Arial, fett oder regulär? Helvetica oder Frutiger? Derzeit gibt es weit über 10.000 lateinische Schriftarten, die meisten gleichen einander wie ein Ei dem anderen. Und dennoch springen aus dem typographischen Konvolut vertraute Schriftzüge wie jene von Coca-Cola, Marlboro, Manner, Nivea oder Sony sofort ins Auge.

  Der großen Welt der kleinen Buchstaben ist zurzeit die Ausstellung "postscript" im Künstlerhaus gewidmet, die die typographischen Errungenschaften der letzten 15 Jahre präsentiert. Mitte der Achtzigerjahre


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