Spei den Tschai

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 45/02 vom 06.11.2002

TEE. Nicht dass im Sommer nicht heiß getrunken würde, aber jetzt ist die Teetrinkerei halt irgendwie gemütlicher. Vor allem mit solchen Sorten.

Der Spucknapf im Geschäft ist ziemlich unscheinbar. Laien verwechseln den Metallkübel mit dem Trichter oft mit einem Mistkübel - und benutzen ihn als solchen. Ganz falsch. Seit neuestem wird bei Haas&Haas am Stephansplatz nicht nur erlesener Tee verkauft, sondern auch verkostet. Zumindest zu speziellen Terminen und für Kundschaft mit special interest. Zuvor hat Eva Haas mit ihren Mitarbeitern Neues diskret im Hinterzimmer ausprobiert, weil die professionelle Ausspuckerei nicht appetitlich sei. Jetzt stehen Testing-Gerätschaften und Spuckschüssel im Teegeschäft. "Wir versuchen, das Ganze möglichst nicht ungustiös zu tun", so die Teefachfrau.

Bis zu vierzig Sorten werden bei Testings bewertet. Zuerst wird aufgegossen und abgeseiht. Dann erfolgt die Bewertung der infusion - des Aufgusses - mittels Augen und Nase. Wie beim Weinprobieren ist


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