Politische Schmiere

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Österreich vor der Wahl: Grasser aus dem Sack! Aber was ist das noch, die Volkspartei?

Noch zwei Wochen, und die Schatten der bevorstehenden politischen Entscheidung werden kürzer, während die Schwachsinnssonne steigt. Wer Sigrid Löfflers vor mehr als einem Jahrzehnt geprägtes Wort von der "Verhaiderung Österreichs" bisher nicht ernst nahm, wird jetzt umdenken müssen. Ausgerechnet in jenem Moment, da sich der Minimo Líder zu minimalisieren scheint, trägt sein Tun die schönsten Früchtchen. Ist es nicht wahr, dass vor der Bildung des Haider-Schüssel-Bundes im Jänner 2000 Wolfgang Schüssel sich - außer einer mittlerweile mit Füßen zu Papiermaché getretenen Präambel - auch noch Karl-Heinz Grasser als Finanzminister einfallen ließ, so wäre es doch treffend erfunden.

  Die Legende will es, dass Haider damals, als Klestil Prinzhorn aus dem Rennen genommen und weitere FPÖ-Kandidaten abgesagt hatten, eine Nacht Bedenkzeit erbat, ehe er Schüssels


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