Sein Schein trügt

Politik | G. JOHN, F. KLENK, E. WEISSENBERGER und N. WEISSENSTEINER | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

Schwarz-Blau. Der schwarze Kanzler zieht mit dem blauen Finanzminister in den Wahlkampf. Verständlich. Karl-Heinz Grasser war und ist populär. Aber war er in seinem Fach auch erfolgreich? 

Wie sich die Zeiten ändern. Als Mitte Oktober erstmals das Gerücht auftauchte, Wolfgang Schüssel wolle den freiheitlichen Finanzminister Karl-Heinz Grasser zu einem "unabhängigen" Quereinsteiger in einer schwarzen Regierung adeln, sagte Heidi Glück, die Sprecherin des Kanzlers: "Das ist realpolitisch undenkbar".

  Doch dieser Wahlkampf ist irreal. Vergangenen Freitag beendete Wolfgang Schüssel die Spekulationen über seine Adoption von Haiders bisherigem Ziehsohn. Der 33-Jährige war von seinem politischen Vater aus Kärnten zuvor verstoßen worden. Grasser habe sich beim Abfangjägerkauf "die Taschen vollgestopft" und diene sich nun der "Ostküste" an, behauptete Haider. Schüssel bot Grasser Asyl. Der smarte Finanzminister, so verspricht es der Kanzler, soll sich auch in der nächsten Regierung

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