"Diese blöde Wahlfreiheit!"

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

FAMILIENPOLTITK. SPÖ und ÖVP setzten je eine Alleinerzieherin auf ein Kampfmandat. Die Rote Bettina Stadlbauer und Schwarze Christine Marek sind beide 34, haben Ähnliches druchgemacht - und ziehen doch ganz andere Schlüsse daraus. 

Mit 16 haute sie aus dem Internat im Mühlviertel ab, heiratete ihren Freund, bekam Tochter Romana und wurde eine brave, aber "finanziell total abhängige" Hausfrau.

  Bis hierher würde Bettina Stadlbauers Lebensgeschichte wahrscheinlich jeden gestandenen Konservativen entzücken. Doch dann kam alles anders: Heute ist sie allein erziehende Mutter, Bundesfrauensekretärin der SPÖ und kandidiert auf der Linzer Liste für ein Kampfmandat. Gewinnen die Sozis in der Stahlstadt 5000 blaue Arbeiter zurück, kommt die 34-Jährige ins Parlament.

  Denn Stadlbauer wollte sich nicht damit abfinden, dass sie um "das Geld für jede Strumpfhose betteln musste - es war wirklich so klischeehaft". Mit 17 begann sie eine Bürolehre, mit 18 ließ sie sich scheiden. Ihr


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